Innovative Laserreinigung für Kernkraftwerke
Glatt ist seit 2024 bei allen großen Kernkraftwerksbetreibern in Deutschland und der Schweiz für Validierungs- und Machbarkeitsstudien im Einsatz um die Möglichkeiten der Laserreinigung im nuklearen Rückbau auszuloten. So zeigen die bisherigen Ergebnisse gute Dekontaminationserfolge mit hohen Dekontfaktoren. Neben metallischen Substraten, wo die Kontamination in der Korrosionsschicht, Beschichtung oder direkt auf der metallischen Oberfläche liegt, lassen sich auf Betonstrukturen zuverlässig von Dekontbeschichtung befreien.
Hierbei wird die Laseroptik speziell verkapselt um sie zuverlässig vor einer möglichen Kontamination zu schützen. Die eigentliche Lasereinheit lässt sich oftmals außerhalb des Kontrollbereichs platzieren und die Optik samt Lichtwellenleiter wir über eine definierte Zugangsöffnung in den Bearbeitungsbereich gebracht. Die radiologisch belasteten Aerosole, die bei der Laserdekont entstehen, werden besonders zuverlässig erfasst und gefiltert. In allen Studien konnte so völlig kontaminationsfrei gearbeitet werden.
Es sind weitere Studien geplant, um die Mechanismen der Laserdekont besser zu verstehen. Auch werden aktuell bereits konkrete Projekte ausgearbeitet, Automatisierungen umgesetzt und Kombinationsmethoden evaluiert.

